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Wanderung vom 07.02.2018

Wetterbedingt musste heute aus Sicherheitsgründen leider die vorgesehene Tour
„Ahreifel - Binzenbach - Zur Kapelle auf Seeligen und zum Radioteleskop Effelsberg“
ausfallen. Sie wird zu einem anderen Zeitpunkt erneut angeboten.

Stattdessen waren wir heute zu zehnt unterwegs im Drachenfelser Ländchen, wo auch der Winter Einzug gehalten hatte. Hier waren die Voraussetzungen für sicheres Wandern aber gegeben.
Und so machten wir uns auf zur Tour
„Naturpark Rheinland - Villiprott - Drachenfelser Ländchen“,
die auf einer Grundlage des Bonner General Anzeiger fundierte.

Durch den Winterwald ging es vorbei an Villiprott zunächst zum Forsthaus Schönwaldhaus.
Die 1730 erbaute Försterei Schönwaldhaus in Villiprott erinnerte noch heute an die Zeit als der Kottenforst kurfürstliches Jagdgebiet war und für die Parforce-Jagd genutzt wurde.
Das Ursprungsgebäude wurde seinerzeit für den Förster und reitenden kurfürstlichen Jäger Johann Heinrich Schönewald als Dienstsitz errichtet. Es diente der Verwaltung des Kottenforsts als kurfürstliches Parforce-Jagdgebiet. Bis heute wird das Anwesen als Dienstsitz des zuständigen Revierförsters genutzt.
Weiter ging es über den Osteifelweg bis an den Rand von Wachtberg-Pech und danach durch das historische Pech mit seinen Fachwerkhäusern.
Auf der anderen Seite des Godesberger Baches und der Bundesstraße ging es dann in offeneres Gelände. Leider war die Sicht stark getrübt, so dass die Panoramen des Siebengebirges heute nicht sichtbar wurden.
Wir wanderten auf einem Balkonweg am Waldrand und erreichten schließlich Gimmersdorf, wo der Wanderweg zum Stumpeberg nach Berkum führte. Vorbei am ehemaligen Basaltbruch folgte ein wunderschöner Pfad, der uns schließlich zur Burg Odenhausen brachte.
Die Höhenburg entstand im 11. Jahrhundert zunächst als Turmhügelburg (Motte). Später wurde auch der umgebende Wassergraben angelegt. Die Burg wurde erstmals 1316 urkundlich erwähnt. Sie stellt heute ein wunderschönes Anwesen in einem hervorragend gepflegten Zustand dar und wird privat bewohnt.

Von der Burg ging es sodann durch offene Landschaft zum Wachtberg mit seinen gut 250 m NHN. Hier besichtigten wir das Ehrenmal, das an die Toten der umliegenden Gemeinden der beiden Weltkriege erinnert.
Durch die schöne Winterlandschaft gelangten wir schließlich zur historischen Windmühle von 1680 in Villip, die nunmehr ein prächtiges privates Wohnensemble darstellt.
Nur wenige Meter davon entfernt erreichten wir die prächtige Burg Gudenau. Sie ist eine zweiteilige Wasserburg und im frühen 13. Jahrhundert entstanden. Sie erhielt im 17./18. Jahrhundert ihr heutiges Erscheinungsbild. Bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts war die Burg Gudenau im Besitz der Familie Freiherr von Felten-Guilleaume. Jetzt gehört die Burg Henriette Gräfin Strasoldo, einer Urenkelin der Familie von Guilleaume.
(Historische Angaben weitgehend aus Wikipedia)

Danach folgte noch ein kurzer Aufstieg, bis wir zurück am Wanderparkplatz in Villiprott waren.

Anschließend kehrten wir in Gilgen’s Cafe in Berkum ein, wo wir gut bedient wurden und den Tag Revue passieren ließen.
Allen hat es gut gefallen. Es war ein richtig schöner Winterwanderweg.

Willi Krabbe - 07.02.2018

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