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Entdeckungstour Kölner Süden
Klettenbergpark - Indianersiedlung - Commonwealth Friedhof - Marienburg,  11,6 km, WF: Robert Offermanns
Am frühen Vormittag haben wir uns mit insgesamt 11 Wanderern (inkl. 3 Gästen) zu einer Entdeckungstour in den Kölner Süden aufgemacht...
Alles zur Streckenführung, weitere Infos und Bilder hier bei Komoot

Gestartet sind wir am Klettenbergpark, einem Kleinod im Kölner Süden. Bemerkenswert ist die Ruhe die dieser Park ausstrahlt, obwohl an der vielbefahrenen Luxemburger Straße gelegen. Der Verkehrslärm ist förmlich ausgeklammert. Weiter ging es in die sogenannte Indianersiedlung, eine bereits in den 1920er Jahren entstandene Siedlung in Köln-Zollstock. Frei nach dem Motto "levve un levve losse" entstand eine einzigartige Mischung aus Bauwagen, Schrebergärten und einfachen Häusern. Namensgeber der Siedlung war der Schweizer Journalist und Buchautor Conrad Zander, der dort lebte und sich nach eigener Aussage gefühlt hat wie in Minnesota in einem Indianerreservat.    

Unser nächstes Ziel war der Südfriedhof in Zollstock, wo man sich plötzlich auf englischem Staatsgebiet befindet: Eine internationale Gärtnertruppe pflegt in Auftrag Ihrer Majestät ein Stück Zollstocker Land, das vom Vereinigten Königreich 1922 gekauft und in sein Hoheitsgebiet einbezogen wurde. Fast 3000 Angehörige der Commonwealth-Staaten aus den beiden Weltkriegen sollten nicht in fremder Erde begraben werden. Neben den Britischen findet man auf dem Südfriedhof auch viele Soldatengräber anderer Nationen, die sich im Krieg bekämpft und nun friedlich nebeneinander liegen. 

Über den Fritz-Encke-Park ging es nach einer kurzen Trinkpause weiter in Richtung Marienburg, dem exklusiven Kölner Villenviertel mit viel Geschichte. Nach einem Blick auf die Wohnhäuser der „kölschen High Society" ging es dann am Rhein entlang in Richtung Rodenkirchen. Im „Brauhaus Quetsch“ haben wir die Tour bei einem kühlen Getränk, leckerem Essen und mit Blick auf den Rhein ausklingen lassen.